Alginate

Zur präzisen Abformung des aktuellen Zahn- und Kieferzustands benötigen Zahnärzte bzw. Zahntechniker besondere Abformmaterialien. Diese müssen flexibel genug sein, um jedes Detail abbilden zu können, aber gleichzeitig schnell aushärten, um dem Patienten keine unnötige Wartezeit zuzumuten. Besonders beliebt sind sogenannte Alginate. Hierbei handelt es sich um eine pulverförmige Substanz, die aus Meeresalgen gewonnen wird. In Verbindung mit Wasser entsteht aus ihr ein formstabiles Material, das sich ideal für eine Abformung der Zähne oder des Kiefers eignet.

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1 Produktgruppe

smartdent hat ein schnellabbindendes und staubfreies Alginat der Spitzenklasse im Sortiment. Es lässt sich leicht blasenfrei anmischen und bekommt eine sehr cremige Konsistenz. Dank der satten blauen Farbe sind die Konturen bis ins kleinste Detail gut lesbar. Praktisch: Das Alginat von smartdent ist bis zu 100 Stunden formstabil.

Wofür werden Alginate angewendet?

Alginate gehören zu den irreversibel-elastischen Abformmaterialien. Sie werden in der Zahnmedizin / Zahntechnik vor allem dazu eingesetzt, Situations- oder Gegenkieferabformungen anzufertigen, die zur Herstellung von Planungs- oder Dokumentationsmodellen aus Gips oder anderen Materialien benötigt werden.

Welche Arten von Alginaten gibt es?

Alginate sind Salze der Alginsäure. Sie finden in der Lebensmitteltechnik als Gelier- und Verdickungsmittel Anwendung und kommen sowohl in der Medizin als auch in der Zahnmedizin zum Einsatz. Je nach Anwendung sind die Salze der Alginsäuremit weiteren Werkstoffen versetzt, die ihre spezifische Wirkung unterstützen. Im Bereich der Zahnmedizin dient Alginat als Abformmaterial - je nach Art variiert seine Konsistenz und Abbindezeit.

Wie werden Alginate angemischt?

Um aus dem Alginat-Pulver eine elastische Paste zu machen, muss man das Pulver mit etwas
Wasser vermengen. Wie das Mischungsverhältnis genau aussieht, kann von Produkt zu Produkt
variieren. Deshalb ist es ratsam, bei der Anwendung exakt die Herstellerangaben zu befolgen.
Dazu gehört auch, die Abmessung mit dem dazugehörigen Messbecher oder -löffel
vorzunehmen, diese ermöglichen die Abmessung der genauen Mengen.
Entnimm die erforderliche Menge Pulver aus dem Vorratsbehälter und füll sie in einen trockenen

Anmischbecher. Gib dann die benötigte Wassermenge (auf einmal!) dazu und mische beides schnell und kräftig durch, bis eine glatte, homogene Masse entsteht. Drücke hierzu die Masse immer wieder mit dem Spatel an der Becherwand entlang. Achte darauf, dass das Anmischen in der vom Hersteller vorgegebenen Zeit erfolgt. Alternativ zur manuellen Zubereitung gibt es automatische Geräte, die das Anmischen erleichtern und beschleunigen.

Wie schnell sollte das Alginat zur Verarbeitung weitergegeben werden?

Je nach Produkt kann die Verarbeitungs- und Abbindezeit von Alginat variieren. Deshalb macht der Hersteller hierzu konkrete Angaben. Diese beziehen sich immer auf eine Temperatur von 23 °C. Bei einer deutlich höheren oder niedrigeren Temperatur sind die Zeitangaben nicht mehr
zuverlässig anwendbar.

Die Alginat-Abformung sollte möglichst zeitnah mit Gips ausgegossen werden. Ist das nicht möglich, ist die Abformung feucht aufzubewahren, allerdings leidet mit zunehmender Wartezeit die Genauigkeit. Wenn der Gips eingefüllt und ausgehärtet ist, kann dieser von der Alginat-Abformung abgenommen werden und als Vorlage für die Anfertigung von Zahnersatz dienen.

Wie sollen Alginate gelagert werden?

Salze der Alginsäure sollten stets im geschlossenen Originalbehälter und an einem gut belüfteten Ort aufbewahrt werden. Schütze das Alginat-Pulver vor direkter Sonneneinstrahlung und vor allem vor Feuchtigkeit. Schließe den Behälter nach jeder Materialentnahme wieder sorgfältig, damit nicht versehentlich (Luft-)Feuchtigkeit eindringen kann. Nimm die benötigte Menge immer mit einem trockenen Spatel aus der Dose und befolge darüber hinaus die Herstellerhinweise zur korrekten Lagerung, Entnahme und Anwendung.

Tipp: Bei der Lagerung kann sich Alginat verdichten. Durch ein gründliches Schütteln des Vorratsbehälters lassen sich die Salze der Alginsäure wieder auflockern und dann wie gewohnt dosieren.

Welche unterschiedlichen Materialien zur Abformung gibt es?

Anhand ihrer typischen Eigenschaften lassen sich vier Gruppen von Abformmaterialien unterscheiden:

  1. Irreversibel-starre Materialien: Einmal gehärtet, lassen sich diese Materialien nicht mehr in eine andere Form bringen. Beispiele: Gips, Kunststoffabformpasten sowie Zinkoxid-Eugenol-Paste.
  2. Reversibel-starre Materialien (thermoplastisch): Bei höheren Temperaturen lassen sich diese Materialien formen, bei Mundtemperatur kühlen sie ab und erhärten. Durch eine erneute Erwärmung der Abformung lassen sie sich neu modellieren. Beispiele: Guttapercha, Stents und Kerr.
  3. Reversibel-elastische Materialien (thermoplastisch): Bei höheren Temperaturen formbar, bleiben diese Materialien auch bei Mundtemperatur elastisch. Beispiele: Hydrokolloide.
  4. Irreversibel-elastische Materialien: Lassen sich immer wieder neu formen. Beispiele: Alginat, Elastomere (wie Silikone, Polyäther oder Polysulfide).

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